Ursprünglich bestand Bombay aus sieben Inseln und war ein abseits gelegener Teil des Königreichs Aparanta oder Nord-Konkan, das im 2. Jahrhundert von König Asoka regiert worden war. Das Areal setzte sich aus sieben voneinander getrennten Inseln zusammen, von denen sich fünf (Mahim, Sewree, Mazagaon, Worli und Bombay) ringförmig um eine Lagune gruppierten, während die zwei kleinsten (Colaba und Old Woman’s Island) den südlichen Fortsatz der Insel Bombay bildeten.  Die ersten Bewohner der Inseln waren die Kolis, ein Fischervolk, die die Inseln nach der von ihnen verehrten Mumba benannt hatten. In der Zeit von 450 bis 750 waren die Puri und die Insel Elefanta die wichtigsten Orte im Hafen von Bombay. Die Ära der Hindus dauerte bis 1348, und viele Plätze tragen bis heute noch die Namen, die ihnen in jener Epoche gegeben wurden. Bis 1534 gehörte Bombay zum Königreich Gujarat, danach übergab Sultan Bahadur die Stadt den Portugiesen, die auf Mahim bereits eine Festung vorfanden. Ein Fort, eine Faktorei und ein Kastell wurden errichtet und markierten den Beginn der Herrschaft europäischer Mächte über Bombay. Die Portugiesen teilten das Land gemäß ihrem Feudalsystem auf und verpachteten die einzelnen Inseln an Händler oder religiöse Orden wie die Jesuiten und Franziskaner. Während der Herrschaft der Portugiesen wurden zahlreiche Moscheen und Tempel zerstört.

Die ersten englischen Kaufleute landeten 1583 an der Westküste Indiens und besiegten die Portugiesen 1612. Kurz darauf wurde der erste britische Handelsstützpunkt in Surat errichtet. Die Engländer hatten ihr Augenmerk auf Bombay gerichtet, das noch unter portugiesischer Herrschaft stand. 1626 versuchten sie erfolglos, die Stadt im Kampf zu erobern. Das Surat-Konzil bat 1652 die Direktoren der East India Company, die Insel zu kaufen. Die Direktoren wandten sich daraufhin an Cromwell, dem sie darlegten, welchen Vorteil der natürliche und strategisch günstige Hafen von Bombay für sie habe. Letzten Endes erhielten sie die Stadt jedoch erst 1661, als sich Charles II mit der portugiesischen Infantin Katharina von Braganza vermählte, die Bombay als Mitgift in die Ehe brachte.

1668 ging die Stadt vom Besitz der Krone über in den der East India Company, die sie der Faktorei von Surat unterordnete. Aus dem portugiesischen „Buon Bahia“ (guter Hafen) machten die Engländer Bombay. Die Briten taten alles, um ihre Position zu festigen und ließen sich in einem Bereich nieder, der noch heute als „Fort“ bekannt ist. Während des 17. Jahrhunderts nahm die Bevölkerung in einem Ausmaß zu, das die Stadt kaum bewältigen konnte, und die hohe Bevölkerungsrate zusammen mit dem ungesunden, malariaträchtigen Klima, war eine ungünstige Mischung. Krankheiten verbreiteten sich schnell, insbesondere die Cholera, Wassersucht, Malaria und Ruhr. Von 1686 bis 1696 wütete eine Pestepidemie in Westindien, die auch vor Bombay nicht Halt machte. Ein Kaplan der Kompanie sagte, Bombay gleiche einem Leichenhaus, in dem die Lebenszeit eines Mannes nicht mehr als zwei Monsunzeiten umfasse. Neben den häufigen Ausbrüchen von Epidemien, war die Stadt ständiger Bedrohung ausgesetzt, insbesondere durch die Franzosen und Marathen. Zudem kreuzten Piraten die Westküste und erschwerten den Schiffen der Kompanie den Handel, während bis 1690 die Mogulflotten, dauernde und unwillkommene Gäste waren.

War es im Handel ab 1667 aufgrund mangelhafter Befähigung der Gouverneure zu einer Stagnation gekommen, ging es ab 1715 unter Charles Boone wieder aufwärts. Der Sitz des Gouverneurs wurde von Surat nach Bombay verlegt. 1718 wurde die Stadtmauer fertiggestellt, und wieder gab es eine Einwanderungswelle, vor allem von Bewohnern Gujarats, Parsen, die besonders im Schiffsbau sehr geschätzt waren, islamischen Webern und Goanern auf der Flucht vor den Jesuiten.1720 entstand eine Bank zur Unterstützung von Handel und Agrarwirtschaft. Ein Strafgericht wurde 1727 eingerichtet und ein Gerichtshof für Zivilklagen 1728. Schiffswerften wurden 1736 unter der Leitung von Parsen ausgebaut, und im selben Jahr wurde die Marine aufgestellt. Der Ausbau des Verteidigungssystems war den Kriegen mit den Franzosen (1744-48 und 1756-63) geschuldet. Die hohe Zuwanderungsrate machte eine schnelle Lösung der Frage, wie Versorgungsengpässe vermieden werden konnten, nötig. Zudem musste nach einer Möglichkeit gesucht werden, Handelsschiffe vor den Übergriffen durch Piraten zu schützen.

Bombay erfuhr in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts einen großen Aufschwung. Neue Krankenhäuser entstanden 1768 und 1769. 1770 wurde der Stoffhandel mit China aufgenommen. Die Esplanade wurde ausgeweitet und eingeebnet. Der Reisende Parsons sagte, als er Bombay 1775 besuchte: Zwischen den beiden Marine Gates liegt das Kastell, das den Namen Bombay-Kastell trägt, eine lange und starke Befestigungsanlage, der das Kommando über den Hafen obliegt. Die Straßen sind gut ausgebaut und die Gebäude so zahlreich, dass es dem Bild einer eleganten Stadt entspricht.