Der Name Essex stammt aus dem altenglischen East-Seaxe bzw. und geht auf das Königreich Essex bzw. Königreich der Ost-Sachsen zurück, das um 500 herum gegründet worden war. Es war eines der sieben Königreiche, die das spätere Königreich England bildeten. 825 vereinigte man das Gebiet mit dem Köngreich der Westsachsen (Wessex) und die Region fiel unter die Kontrolle des Königreichs East Anglia. Infolge der Eroberung durch die Normannen formte sich aus dem ehemaligen Köngreich Essex ab 1139 die künftige Grafschaft unter dem ersten Earl of Essex, womit administrative und politische Aufgaben einhergingen. East Anglia war zwischen dem 13. und 15. Jahrhundert eines der bevölkerungsreichsten und wohlhabendsten Gebiete Englands, ein Wohlstand, der sich vor allem in der Qualität seiner Wollstoffe und dem Können der flämischen Weber gründete. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts verband die Eastern Counties Railway Bishopgsgate mit Colchester verband, ein Umstand, dem ein großer Teil der Entwicklung der Region geschuldet ist. Die Städte an den Küsten wie Walton-on-the-Nace und Clacton-on-Sea wurden zu beliebten Ferienorten.