Bombay, Mai 1753
„Wenn Papa dich so sieht, dann gibt es Ärger“, prophezeite May, „richtig Ärger.“ Sie saß in ausreichendem Abstand zum Seeufer im Gras und hatte die Füße unter ihr Kleid gezogen. Im Wasser stand ihre ältere Schwester Elisha, den Rock schockierend hoch über die Knie gerafft, und bückte sich nach einem Stein. Schuhe und Strümpfe lagen nachlässig hingeworfen am Seeufer, ein Strumpf halb im Wasser. Elisha besah kritisch den Stein, der von weitem so faszinierend gewirkt hatte und fragte sich, ob sie anderen Menschen mit elf Jahren auch so penetrant auf die Nerven gegangen war wie May. Glaubte man ihrer älteren Schwester Charlotte, dann war sie weitaus schlimmer gewesen, aber Charlotte hatte ohnehin immer etwas auszusetzen, so dass ihre Aussagen mit einiger Skepsis zu betrachten waren.
Elisha ließ den Stein wieder fallen und sah über den See, der wie eine silbrige Scheibe vor ihr lag, auf der das Sonnenlicht funkelnd brach. Sie hatte den unbändigen Wunsch, ihr Kleid auszuziehen und sich in das Wasser sinken zu lassen. Das Verlangen wurde für einen Moment lang so stark, dass sie es kaum ertragen konnte, ihm nicht nachzukommen. Den Rock in beiden Händen haltend, stand sie unbeweglich da und schloss die Augen. Einen verstörenden Augenblick lang, hielt das Gefühl an. Wasser spielte samten um ihre Beine und lockte unwiderstehlich. Mays Aufkeuchen riss sie aus ihren Gedanken. Sie öffnete die Augen, und in ihrem Entsetzen, einen Reiter am Seeufer zu sehen, ließ sie instinktiv ihren hochgerafften Rock los, dessen schwerer Reifrock sank, so dass das Überkleid wie ein weites Zelt um sie herum auf dem Wasser lag.
Lamont Montaury, ehemaliger Angestellter der französischen Compagnie des Indes, zügelte schweigend sein Pferd und sah sie an, wobei Elisha nicht sagen konnte, ob auf seinem Gesicht Verwunderung oder einfach nur Belustigung stand. Elisha widerstand dem Drang, ihrem Ärger laut Luft zu machen und schleppte sich mit dem schweren Rock zum Bachufer. Vergeblich versuchte sie, den Reifrock etwas anzuheben, während May, das dumme Ding, mit riesigen Augen unter einem Küstenbaum mit dunkelgrünem Laub und weißen Blütenrispen stand und Lamont verängstigt anstarrte, anstatt ihr zur Hilfe zu kommen. Lamont stieg vom Pferd und trat ans Bachufer. „Sie erlauben?“ Er streckte ihr eine Hand entgegen, die sie, mit soviel Würde, wie ihr möglich war, ergriff und sich ans Ufer ziehen ließ.
„Vielen Dank.“ Sie drückte mit den Händen soweit es ging das Wasser aus dem Stoff, wobei sie kein nennenswertes Ergebnis erzielte. Der Rock würde unter keinen Umständen trocknen, ehe sie zuhause war – wenn es überhaupt möglich war, ihn zu retten. Vermutlich war das Kleid komplett hinüber. Ihre Mutter würde außer sich sein. Etwas mühsam schleppte Elisha sich mit dem schweren Rock den Weg hoch. Kaum einen Schritt konnte sie gehen, ohne das Gefühl zu haben, zu schwanken.
Lamont führte sein Pferd am Zügel hinter sich her. „Ich bringe Sie nach Hause“, bot er an. Sein Englisch war weich, so als moduliere er die Worte bewusst, um seinen Akzent zu verdecken, der dennoch immer unterschwellig mitschwang. Er strich mit der Hand über die Nüstern des Pferdes und lächelte. „Ihnen zuliebe einigen wir uns vielleicht besser auf die Version, dass Sie ins Wasser gefallen sind und ich Sie herausgezogen habe. Das würde Ihnen einiges ersparen.“
Elisha zog ihre Unterlippe zwischen die Zähne, während sie in Gedanken überschlug, was schlimmer war, sich mit dem schweren Rock mühsam nach Hause zu schleppen oder von Lamont Montaury heim bringen lassen. Sie sah ihn an und nickte. „Wenn es Ihnen keine Umstände macht, nehme ich das Angebot gerne an.“
Mit einem Blick auf ihre Schuhe und Strümpfe fügte sie hinzu: „Wären Sie so freundlich…“, sie zögerte, plötzlich verlegen geworden und bemerkte zu ihrem Ärger, dass sie rot anlief. Ohne ein Wort zu sagen, drehte Lamont sich um, und Elisha beeilte sich, so gut es in dem vollgesogenen Rock ging, die Strümpfe überzustreifen, was dadurch erschwert wurde, dass einer der Strümpfe nass war. „Einen Moment noch“, sagte sie, in der Annahme, Lamont könne ungeduldig werden und weil sie das amüsierte Zucken seiner Mundwinkel noch vor Augen hatte, mit dem er ihre Verlegenheit bedachte.
May stand in schockiertem Schweigen neben ihnen und schien nichts anderes denken zu können, als dass ihre Schwester den Verstand verloren haben musste. Als Elisha soweit war, wandte Lamont sich wieder zu ihr um. Elisha trat neben das Pferd, und ehe Lamont ihr heraufhelfen konnte, mischte sich May ein: „Das ist ein Herrensattel.“
„Im Damensattel hätte er wohl auch einen reichlich komischen Anblick geboten“, entgegnete Elisha gereizt. Es war schwierig, in dem Sattel Halt zu finden, wenn beide Beine an einer Seite herunterhingen und der wasserschwere Rock sie unweigerlich nach unten zu ziehen versuchte. Sie wollte die Zügel aufnehmen, woran Lamont sie hinderte.
„Sie sitzen da ohnehin etwas wacklig. Es ist besser, wenn ich das Pferd führe.“
„Aber ich kann reiten“, protestierte sie.
„Das glaube ich gerne“, entgegnete Lamont und zog die Zügel über den Pferdehals nach vorne zu sich, so dass Elisha keine andere Wahl blieb, als sich an der Mähne festzuhalten. Sie hatte das Gefühl, dass sie in höchstem Maße lächerlich aussehen musste, wie sie sich leicht vornüber gebeugt an dem Pferd festhielt, der Rock ihres sommerlichen Seidenkleides bis über die Knie dunkel vor Nässe, eine Spur von Tropfen auf dem Sandweg hinterlassend. Dazu kam das leise Knarren des Fischbeinkorsetts, sobald sie versuchte, sich ein Stück weit aufzurichten.
Sie sah hinunter auf Lamonts weizenblondes Haar, das in der Sonne glänzte und im Nacken mit einem grünen Band passend zu seiner eleganten Kleidung zusammengebunden war. Es gab Mädchen in ihrem Bekanntenkreis, die für solches Haar gemordet hätten. Ihr Blick fiel auf Mays hellbraunen Schopf, und sofort wurde sie wieder gereizter Stimmung, als sie sah, wie schüchtern diese sich am Wegrand hielt, so als fürchte sie, Lamont versehentlich berühren zu können. Aber so auffallend ängstlich war May immer mit Fremden, man konnte es ihr einfach nicht abgewöhnen. Dass dieser Mann noch dazu einer der Männer war, in deren Begleitung sich anständige Mädchen englischer Familien nicht aufhalten sollten, trug nicht unbedingt dazu bei, May entspannter werden zu lassen. Dabei brauchte sie sich doch keine Sorgen zu machen, dachte Elisha. Wenn jemand den Vorfall auszubaden hatte, dann sie selbst wegen ihrer Unvorsichtigkeit. Von der kleinen May hätte niemand verlangen können, allein zurückzubleiben, während ihre Schwester von Lamont heimgebracht wurde. Ihr Vater wäre ohnehin ungehalten, wenn er wüsste, dass sie sich ein wenig weiter vom Haus entfernt hatte, als ihr erlaubt war. Sie durfte den See lediglich auf der Gartenseite des Hauses aufsuchen, nicht außerhalb.
Der Weg führte an den Häusern englischer Händler vorbei, mehrstöckige Prachtbauten inmitten üppiger Rasenflächen, die von einheimischen Dienern bewässert wurden. Veranden führten um die Häuser herum, teilweise mit aufwendig geschnitzten Balustraden. Die Häuser der Engländer standen im Südteil von Bombay, während die Einheimischen den Norden bewohnten, die sogenannte bazaar zone, die schwarze Stadt. Tropenhitze hing wie eine Glocke über der Bombay, ließ die Luft flimmern und barg die Vorboten des Monsuns. Lamont führte das Pferd auf das weiße weitläufige Haus der Legrants zu. Das Eingangstor stand offen und wurde immer erst am Abend geschlossen. Der Dienstbote, dem die Wache am Tor oblag, musterte Lamont argwöhnisch, ließ ihn aber anstandslos passieren, weil Elisha in seiner Begleitung war. Über drei Stockwerke verliefen Veranden aus dunklem Holz um das Haus, die Brüstung in den oberen beiden Etagen mit geschnitzten Ornamenten verziert, die unter Veranda umgeben von einer Balustrade. Das Haus selbst vermittelte den Eindruck von englischer Eleganz gepaart mit indischem Baustil, der durch große Fenster mit fein ziselierten Gittern aufgelockert und weniger massiv wirkte. May lief voraus, kaum dass das Haus in Sicht war, rannte über den marmornen Innenhof, der gleißend hell in der Sonne lag, und verschwand durch die Eingangstür.
„Ihre kleine Schwester scheint mich für einen dem See entstiegenen Wassergeist zu halten“, bemerkte Lamont.
„Umso schlimmer, dass sie mich dann mit Ihnen alleine lässt“, antwortete Elisha trocken. Sie hatten den Weg hoch zum Haus kaum zur Hälfte zurückgelegt, als sich die Haustür erneut öffnete und ihnen ein hochgewachsener Mann entgegenkam, das helle Haar im Nacken zusammengebunden, elegant gekleidet, die Mimik sichtlich schwankend zwischen Besorgnis und Erregung. Er grüßte Lamont kurz angebunden, ehe sein Blick an seiner Tochter hängen blieb, deren nasse Kleidung er erst jetzt bemerkte.
„May sagte nichts von einem Unfall, Montaury.“
„Es ist nicht der Rede wert, Papa“, beeilte sich Elisha zu versichern
„Wie ist das denn geschehen?“, wollte Jack Legrant wissen.
Elisha ließ sich vom Pferderücken rutschen, wobei sie Lamonts hilfreich entgegengestreckte Hand nach kurzem Zögern ergriff, den forschenden Blick ihres Vaters spürend. „Eine Unachtsamkeit“, entgegnete sie. „Ich hatte mich einfach erschrocken.“
Jack zog Elisha sanft am Arm neben sich. „Einen schönen Tag noch“, sagte er zu Lamont und drehte sich um, seine Tochter mit einer Hand am Ellbogen mit sich führend. Auch wenn sie sich sagte, dass ihr Vater sicher gute Gründe für sein Verhalten hatte, war Elisha seine Unhöflichkeit peinlich, vielleicht gerade, weil es ein Zug an ihm war, der ihr wenig vertraut war. Sie wandte sich noch einmal kurz zu Lamont um, um ihm zu danken, aber dieser war bereits wieder auf sein Pferd gestiegen und war im Begriff in die entgegengesetzte Richtung davon zu reiten.
„Worauf wartest du?“, fragte Jack, der das Zögern seiner Tochter bemerkte.
„Ich dachte, ich sollte ihm noch einmal danken.“
„Schleichhändler“, sagte er verächtlich und sah aus, als würde er am liebsten auf den Boden spucken, woran ihn allein die Anwesenheit seiner Tochter hinderte.
„Er wollte mir gegenüber nur hilfsbereit sein.“ Elisha ging schleppend am Arm ihres Vaters, der seine Schritte ihren anpasste.
„Etwas anderes hätte ich ihm auch nicht raten wollen. Was hattest Du überhaupt so nahe am Seeufer zu suchen, dass du hineinfallen konntest?“ Er sah zu seiner Tochter hinunter und bemerkte den leichten Anflug von Röte auf ihren Wangen.
„Ich wollte einen Stein aus dem Wasser holen.“
„Und dann bist du ausgeglitten und bis mit den Beinen voran in den See gefallen, ohne dabei mit dem Kleid den Boden zu berühren? Oder wie darf ich den Mangel jeglicher Schlammspuren deuten? Davon abgesehen, dass du dich offenbar nicht im Garten aufgehalten hast.“ Er wartete kurz, dann meinte er: „Aber ehrlich gesagt, will ich es, glaube ich, so genau gar nicht wissen. Sorg nur in Zukunft dafür, dass kein Lamont Montaury deinen Retter spielen darf.“
Elisha senkte den Kopf leicht. „Er stand so plötzlich am Seeufer, ich konnte ihn nicht einmal kommen hören. Für einen kurzen Moment war ich wirklich erschrocken.“
Jack atmete schnaubend aus. „Er ist Franzose.“ Das sagte alles.
Eilig, ehe ihre Mutter sie ihren Aufzug bemerken konnte, lief Elisha – kaum dass sie das Haus betreten hatte – die Treppe hoch, um sich umzukleiden. May stand am obersten Absatz und hangelte am Treppengeländer herum.
„Warum bist du einfach fortgelaufen?“, fragte Elisha. „Merkst du nicht, wie albern das wirkt?“
„Ich bin nicht gerne alleine mit Fremden.“
„Er war kein Fremder“, wies Elisha ihre Schwester zurecht. „Und selbst wenn er ein Fremder wäre, warst du nicht mit ihm allein, ich hingegen schon, nachdem du einfach weggerannt bist wie ein unverständiges Kind.“
„Worum geht es?“, fragte Charlotte, die unbemerkt in den Korridor getreten war. Sie trat ans Fenster und schob einen der Holzläden auf. „Das war Lamont Montaury.“ Es hörte sich an, als spreche sie mit sich selbst, während sie auf den leeren Weg vor dem Haus sah. „Ich habe euch von meinem Fenster aus gesehen.“ Den Fensterladen schließend drehte sie sich um und musterte Elisha. „Und du hast dich mal wieder lächerlich gemacht, oder wie darf ich den Aufzug deuten?“
„Elisha hat ohne ihre Strümpfe im Bach gestanden, als Monsieur Montaury gekommen ist“, sagte May.
Charlotte hob die Augenbrauen. „Nicht zu fassen. Woher hast du denn dieses Gespür für weibliche Taktik bekommen? Wie wunderbar zufällig. Hast du ihm wenigstens einen Blick auf deine Beine gewährt, ehe du deinen Rock eingeweicht hast?“
„Charlotte!“ May plusterte entsetzt die Wangen auf.
Elisha versuchte, ungerührt zu wirken, was mit hochroten Wangen nicht ganz einfach war. „Ich denke, er war Gentleman genug, nicht darauf zu achten.“
„Oh, aber natürlich doch.“ Charlotte raffte ihr helles Kleid und ging zur Treppe.

In Elishas Zimmer stand die Luft. Die Punkah, ein an der Decke angebrachter Fächer, den ein Hindu-Junge, der Punkahwallah, mit einem an seinem Fuß festgebundenen Band bewegte, sorgte mitnichten für Abkühlung. Fest verschlossene Fensterläden sollten die Sonne und vor allem das Ungeziefer draußen halten. Später am Nachmittag, wenn die Sonne weitergewandert war, würde man die Fensterläden öffnen und nasse Laken vor die glaslosen Fenster spannen, um für Abkühlung zu sorgen. Ungeziefer fand zu Elishas Kummer trotz aller Vorsicht stets einen Zugang zum Zimmer. Mehrmals war es vorgekommen, dass, obschon ein Baldachin ihr Bett umgab, Insekten dorthin vorgedrungen waren. Elisha erinnerte sich mit Schaudern an eine Nacht, in der ein großer Käfer auf ihre Brust gefallen war.
Manjula, ihre Ayah, war ihres und Charlottes ehemaliges und Mays derzeitiges Kindermädchen und fungierte nun als Zofe für die beiden älteren Schwestern. Elisha wusch sich und ließ sich in ihr Kleid helfen, ein Gebilde aus smaragdgrüner Seide mit Silberfäden. Ihr Teint war nicht so hell, wie es der herrschenden Mode entsprach, ein Erbe ihrer spanischen Großmutter, von der es hieß, sie sei eine wahre Schönheit gewesen. Die Schönheit hatte Charlotte geerbt und sie selbst den Teint und die grauen Augen in der Farbe von Kieseln mit einem dunkleren Ring um die Iris. Irgendwer hatte mal gesagt, dass ihre Augen irritierend hell wirkten, weil sie selbst so dunkel sei. Der Sprecher hatte nicht gewusst, dass Elisha ihn gehört hatte, war aber sichtlich befremdet gewesen, als sie ihn danach keines Wortes mehr gewürdigt hatte.
Etwas zerstreut strich Elisha über ihr Kleid und überlegte einen Augenblick lang, ob es nicht ein wenig zu aufwendig war für einen Nachmittagstee. Lustlos beobachtete sie im Spiegel, wie ihre Manjula ihr Haar hochsteckte, es zu einer Frisur auftürmte, es kritisch betrachtete, wieder löste und auf kleine Elfenbeinnadeln rollte, um es erneut festzustecken.
Besucher hatten sich angekündigt – Ehefrauen der Freunde ihres Vaters. Elisha kam dem Wunsch ihrer Mutter, bei derartigen Teegesellschaften anwesend zu sein, meist nur widerwillig nach, ließ sich ihren Unwillen aber für gewöhnlich nicht anmerken. Ihre Mutter hing der irrigen Annahme an, darüber entscheiden zu können, wie Elisha ihre Zeit zu verbringen hatte. So schien sie der Auffassung zu sein, dass allein die ständigen Besuche von Frauen, deren Söhne im Dienst der Kompanie oder der britischen Marine standen, Elisha bestrebt sein ließen, dem Weg ihrer Mutter zu folgen. Langsam neigte Elisha den Kopf, und ein kurzer Anflug von Traurigkeit überkam sie, wie so oft in letzter Zeit, wenn sie daran dachte, dass sie die schützende Hülle ihrer Kindheit langsam von sich streifte und ihren Eltern die Verantwortung für ihr eigenes Leben aus der Hand nahm. Ihr Vater merkte es wohl, und manchmal sah sie in seinen Augen, dass auch er eine Art von Verlust verspürte. Aber er verstand sie und schien zu wissen, dass ihr die Veränderungen in ihrem Wesen, die neue Art, ihre Umwelt wahrzunehmen und sich für ihren eigenen Weg zu entscheiden, nicht immer leicht fiel. So fand sie neben dem Verlustgefühl in seinen Blicken, immer die unverbrüchliche Zusicherung seines Beistandes. Ihre Mutter hingegen hatte ihr gesagt, erwachsen werden, sei kein Recht, sondern eine Pflicht. Das war im März gewesen, einen Tag vor ihrem achtzehnten Geburtstag.

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