1858 wurde die Regierung in Indien in Folge des Sepoy-Aufstands von der East India Company auf die Krone übertragen. Eines der wichtigsten Anliegen war neue Strukturierung der Armee, und aus der der Kompanie unterstellten Armee wurden die „Soldiers of the Queen“. 1861 begann man, die britisch-indische Armee, die Indian Army, umfangreich neu zu organisieren. Die Briten trugen die Hoffnung, dass durch eine stärkere Gewichtung der Administration das indische Volk wieder mit der britischen Herrschaft versöhnt werden würde, damit, wenn die Indian Army einem Angreifer gegenüberstehen würde, sie wenigstens ein friedliches Land im Rücken hätte. Allerdings war die erste Gelegenheit, sich zu bewähren, ausgerechnet der zweite Afghanische Krieg von 1878-80, und hier wurde deutlich, wie viele Mängel die neu organisierte Armee noch hatte. Als Folge wurde eine Armee-Kommission von Lord Lytton eingerichtet, in der Wege vorgeschlagen wurden, wie die Effizienz der Armee verbessert werden könnte.

Die wichtigste Änderung war die Aufhebung der Aufsplittung der einzelnen Präsidentschafts-Armeen. Einige Regimenter wurden aufgelöst, wie beispielsweise das 16. und 17. der Bengalen-Kavallerie, das 34., 35., 36., 37. und 41. der Bengalen-Inanterie und das 6., 11., 15. und 18. der Bombay-Infanterie. Als Ausgleich wurden die bestehenden Regimenter aufgestockt.

Die Armee teilte sich auf in drei Präsidentschaftsarmeen: Bengalen-Armee, Madras-Armee und Bombay-Armee. Jede Armee setzte sich aus Briten und Einheimischen zusammen, wobei es Unterschiede in der Art der Uniform gab. Kleidungsfarben variierten zusätzlich je nach Regiment. In der Bengalen-Kavallerie beispielsweise war die Kleidungsfarbe des ersten Regiments für die Briten für Mantel, Besätze und Tressen gelb, rot und gold, im vierten scharlachrot, blau und silber. In der Bengalen-Infanterie trug man Mantel und Tressen in der ersten Native Infantry rot und limonengelb, in der zweiten rot und weiß.