Im 10. Jahrhundert ließen sich arabische Kaufleute an der Mündung des Kelani-Flusses nieder und nannten den Ort kalanbu, Hafen. Die Singhalesen gaben ihm den Namen kolon thota, Hafen am Fluss Kelani. Es wird auch gesagt, dass sie die Stadt vormals als kola-amba-thota bezeichneten, Hafen mit Mangobäumen. Ein chinesischer Handelsreisender spricht in seinen Aufzeichnungen von kao-lan-pu. Letzten
Endes hat sch der Name durchgesetzt, den die Portugiesen benutzten: Colombo.

Wegen seines großen natürlichen Hafens und seiner strategisch günstigen Lage, an der entlang die Ost-West-See-Handelsroute verlief, war Colombo den Händlern bereits seit dem Altertum bekannt.  Der Reisende Ibn Batuta schwärmte
Mitte des fünfzehnten Jahrhunderts von Colombo als größte und schönste Stadt Serendibs. 1518 errichteten die Portugiesen in der Stadt ein Fort, von dem aus sie über hundert Jahre ihr Monopol auf Gewürze und Edelsteine verteidigten.  Das Fort bot der eigentlichen Stadt Schutz und wurde später, unter den Engländern, ein eigenes Stadtviertel. Es hat die Form eines Dreiecks und gilt als Keimzelle der Stadt Colombo, die sich von diesem Punkt ab an baulich ausbreitete.

1656 vertrieben die Holländer die Portugiesen aus Colombo, machten die Stadt zum Zentrum ihrer maritimen Provinzen und unterstellten sie der Kontrolle der holländischen Ostindiengesellschaft. Sie bauten die Befestigungen der Portugiesen
weiter aus und legten zahlreiche Kanäle, darunter auch einen vom Beira-See gespeisten Kanal rund um das Fort, der von den Engländern im Rahmen baulicher Maßnahmen zugeschüttet wurde. Das Viertel Cinnamon Garden, die Zimtgärten, entstand zu
dieser Zeit, benannt nach dem zu jener Zeit sehr begehrten Handelsgut Zimt. 1796 schließlich errang England die Macht über Ceylon und somit auch Colombo.

Immer weiter wucherte die Stadt an der Küste entlang, ein Zusammenschluss ehemals eigenständiger Stadtteile, wie das Fort der Portugiesen, Pettah, das sowohl den Holländern und Portugiesen als Wohn- und Geschäftsviertel diente, und das
ehemalige Cinnamon Garden aus Zeit der Holländer, das unter den Engländern zu einem gehobenen Wohnviertel wurde. Den Sitz ihrer Kolonialverwaltung errichteten die Engländer im Fort, dessen Mauern sie schleiften, um Platz zu schaffen für den Hafen, und anstelle der Zimtgärten errichteten sie Wohnhäuser. Unter der Herrschaft der Engländer erhielt die Stadt ihr endgültiges Gepräge und wurde zur Hauptstadt Ceylons.