Ein wichtiger wirtschaftlicher Faktor für den Erfolg der Kaffeeplantagen war der Ausbau eines Straßensystems das eine Verbindung schuf zwischen dem Hochland und den Häfen. Als Zimt noch das wichtigste Handelsgut war, bestand für Industrie-Straßen keine Notwendigkeit, denn dieser wurde ohnehin nur in hafennahen Städten angebaut, und das, was aus dem Dschungel geholt wurde, konnte problemlos von Trägern transportiert werden. Kaffee jedoch stellte das Transportproblem vor eine völlig andere Größenordnung. Die Erntemenge mit tamilischen Arbeitern, sogenannten Kulis, zur Küste zu transportieren, war untragbar teuer.

Bis 1820 gab es keine einzige Meile befestigter Straße auf der Insel außer einigen wenigen in den wichtigen Städten. Die einzige Möglichkeit nach Kandy zu gelangen führte über schwer zugängliche Dschungelpfade. Die vielen Flüsse konnten in Trockenzeiten durch Furten überquert werden, aber während der Monsunzeit, waren selbst schmale Flüsse unpassierbar. Zwar hatte kurz nach der Eroberung Kandys 1815 General Brownrigg beschlossen, Straßen anzulegen, aber das Vorhaben wurde durch die Revolte von 1818 unterbrochen.

1819 erreichte Sir Edward Barnes Ceylon, machte direkt einen Ausflug nach Kandy und begann 1820 damit, die Arbeit am Straßenbau wieder aufzunehmen. Seine Straßen machten die Errichtung der Kaffeeplantagen überhaupt erst möglich, und dabei war es nebensächlich, dass sich seine 300 bis 400 Meilen langen Straßen im Vergleich zu denen, die unter den späteren Gouverneuren errichtet wurden, noch eher armselig ausnahmen. Die wichtigste von Barnes gebaute Straße war der Kaduganawa Pass zwischen Colombo und Kandy, der 1820 begonnen und 1831 fertiggestellt worden war. 1837 wurden die Straßen, die Barnes begonnen hatte weiter ausgebaut, so dass alle wichtigen Städte der Insel miteinander verbunden wurden.

Das Straßensystem entwickelte sich in zwei Richtungen. Auf der einen Seite gab es das alte Dreieck Nord-Nordost-Nordwest. Die Colombo-Dambulla-Straße nördlich nach Jaffna und Point Pedro und nordöstlich nach Kantalai, wohin auch eine Straße aus Trincomalee führte. Eine Straße wurde gebaut von Arippu, dem Zentrum der Perlenfischer, nach Anuradhapura, und eine weitere von Puttalam nach Kurunegala über die alte Handelsroute. Auf der anderen Seite gab es die Wege ins zentrale Hochland, wohin zwei wichtige Straßen führten. Die eine davon war die Kandy-Budulla-Straße, die an Haragama und Taldena vorbeiführte, durch Maha, Belihul, Kurundu und Uma Oyas, und es wurde gleichzeitig noch der Weg von Kandy nach Nuwara Eliya vervollständigt, dessen Bau 1827 begonnen worden war. Die andere wichtige Straße war die Verbindung von Colombo nach Trincomalee, Point Pedro, Puttalam, Nuwara Eliya und Badulla mit einer Ergänzung nach Galle, Matara, Tangalla, und Hambantota.

Der Straßenbau erfuhr während der Kaffeekrise von 1847 eine neue Bedeutung, und es mussten in kürzester Zeit die alten Straßen repariert werden, deren Wartung man in den Jahren zuvor vernachlässigt hatte. Es wurde jeder männliche Einheimische Ceylons dazu verpflichtet, sechs Tage an den Straßen zu arbeiten oder eine Abgabe zu leisten.